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Exklusiv: Ford-Werk Genk für 18 Monate voll ausgelastet
Die Übergabe des Ford Mondeo der Nummer 10.000 im Autohaus Eder im bayerischen Kolbermoor.
Kolbermoor. Ford of Europe hat derzeit ein Luxusproblem: „Wir können derzeit nicht genügend S-Max, Galaxy und Mondeo bauen, um damit die Nachfrage zu befriedigen“, sagte Stephen Odell. stellvertretender Direktor für Marketing und Vertrieb bei Ford of Europe, Automobilwoche online. Bis Mitte Juli habe Ford of Europe bereits 30.000 Fahrzeuge mehr verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. „Dies führt dazu, dass unser Werk im belgischen Genk, wo die drei Modelle produziert werden, mindestens für die nächsten 18 Monate voll ausgelastet sein wird“, sagte Odell.
Genk hat eine maximale Produktionskapazität von rund 250.000 Fahrzeugen jährlich. Das belgische Werk ist dem Harbour-Report zufolge das produktivste seiner Art für Mittelklassefahrzeuge in Europa. Die drei genannten Baureihen können dort parallel gefertigt werden.
Mondeo Nummer 10.000 übergeben
Sichtlich zufrieden mit dem Geschäftsverlauf in Europa kam Odell mit Jürgen Stackmann, Geschäftsführer für Marketing und Verkauf der Ford-Werke, ins oberbayerische Kolbermoor, um dort im Autohaus Eder Nummer 10.000 des neuen Mondeo zu übergeben. Fünf Wochen hat Ford für diese Wegmarke benötigt. „Damit liegen wir leicht vor Plan“, kommentierte Stackmann.
Positiv auf die Jahresbilanz dürfte sich auswirken, dass die Mondeo-Kunden selten die günstigste Ausstattung wählen: „Wir haben bislang mehr als die Hälfte dieser 10.000 Mondeo in den hohen Ausstattungsvarianten Titanium und Ghia verkauft“, sagte Stackmann. 60 Prozent der Mondeo-Kunden ordern die Kombi-Version, welche bei Ford als „Turnier“ geführt wird. Ebenfalls 60 Prozent machen die gewerblichen Käufer aus, entsprechend 40 Prozent private Kunden.
30 Prozent der Kunden von der Konkurrenz abgeworben
Mit dem neuen Mondeo wollte Ford von Beginn an auch im Gehege der Premium-Autobauer wildern. Laut Stackmann haben in Deutschland rund 30 Prozent der Mondeo-Käufer bislang der Konkurrenz den Vorzug gegeben haben. „Einige unserer Kunden haben zuvor einen Audi gefahren“, sagt Peter Grubauer, Verkaufsleiter im Ford-Haus Eder in Kolbermoor.
Er führt das gestiegene Interesse von Kunden aus der Premiumklasse auf die höhere Qualität des Ford-Designs und auf die positiven Kritiken in der Motorpresse zurück. „Der S-Max war dafür der Vorreiter, mit ihm haben wir den Umbruch geschafft“, sagt Grubauer. Mittlerweile gingen viele Bestellungen für neue Modelle schon ein, bevor das Fahrzeug der Öffentlichkeit präsentiert wird. „Das gab es früher bei uns nicht“, sagt der Verkaufsleiter.
Laut Stephen Odell dürfte sich dieser Erfolg beim neuen Kompakt-SUV Kuga wiederholen: „Die Nachfrage nach dem Kuga wird die möglichen Lieferungen übersteigen“, sagte der stellvertretende Vertriebschef für Europa. Auf der IAA will Ford den Kuga präsentieren.
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