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Exklusiv: GM Europe baut Vertrieb weiter um
Adam Opel Haus: Eventuell ziehen hier nach Saab und Chevrolet auch Cadilac, Corvette und Hummer ein.
Rüsselsheim - GM Europe erwägt offenbar im Zuge der Neustrukturierung des Vertriebs nach Saab und Chevrolet auch den Deutschland-Vertrieb der US-Marken von Rüsselsheim aus zu steuern. „Es gibt durchaus Überlegungen, Cadillac, Corvette und Hummer ins Haus zu holen“, sagte ein GM Europe-Manager der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. So wolle man sich deutlicher als Mehrmarken-Konzern positionieren. Das gelte auch für andere europäische Länder.
Seit 2003 ist die niederländische Kroymans-Gruppe Europa-Importeur der Marken und unter anderem in Deutschland exklusiv für den Vertrieb zuständig. Speziell der Verkauf von Cadillac blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Ursprünglich wollte GM Europe-Chef Carl-Peter Forster 2010 rund 20.000 Cadillac in Europa verkaufen, inzwischen wurde das Ziel halbiert. Gerade einmal 2.951 der amerikanischen Nobel-Wagen fanden 2006 einen Käufer in Europa. Forster erklärte gegenüber der Automobilwoche, dass „wir weiter intensiv mit Kroymans zusammenarbeiten werden, allerdings haben wir speziell im Flottengeschäft und bei Leasingangeboten Vorteile.“
Dort wollte GM vor allem mit dem Einstiegsmodell BLS punkten, das sich im vergangenen Jahr in Deutschland allerdings nur 218-mal verkaufte. Im Jahr 2007 konnten bislang gerade einmal 45 Autos abgesetzt werden. Sowohl Kroymans als auch GM Europe haben bereits erste Konsequenzen gezogen: Kurz nachdem GM Europe einen erfahrenen Opel-Kommunikator zu Kroymans entsandt hatte, um die Marken bekannter zu machen, haben die Niederländer den Geschäftsführer der Cadillac Corvette Hummer Deutschland GmbH ausgetauscht. Arjen van Beek, der diesen Posten erst seit März 2006 innehatte, wurde von Gerd Jansen aus der Kroymans-Zentrale in Hilversum abgelöst. Ob van Beek im Unternehmen bleibt, ist derzeit unklar.
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