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Paragon konzentriert sich auf Automotive
Delbrück. Der ostwestfälische Autozulieferer Paragon hat nach dem Überschreiten der 100-Millionen-Euro-Umsatzschwelle ehrgeizige Wachstumsziele. Das börsennotierte Unternehmen will seinen Umsatz bis 2010 durch Innovationen und mithilfe gezielter Nischenprodukte auf rund 200 Millionen Euro verdoppeln. Im ersten Halbjahr kam Paragon diesem Ziel bereits näher: Der Umsatz stieg um 6,8 Prozent auf 54,1 Millionen, der operative Gewinn (EBIT) um 10,7 Prozent auf 4,0 Millionen Euro.
Der bisher vor allem für seine Produkte aus den Bereichen Car Media und Klimasysteme bekannte Komponentenlieferant will sich höher positionieren und zu einem anerkannten Systemintegrator für die Automobilbranche werden, sagte Konzernchef und Mehrheitsaktionär Klaus Dieter Frers der Automobilwoche. Um die Fähigkeit dazu unter Beweis zu stellen, hat Frers das Projekt Artega GT initiiert - die Entwicklung und Vermarktung eines komplett neuen Sportwagens. Der Prototyp wurde Anfang des Jahres auf dem Genfer Autosalon präsentiert, Mitte 2008 sollen die ersten Serienfahrzeuge ausgeliefert werden.
Frers: "Unser besonderes Know-how liegt in der Verknüpfung von Sensorik, Elektronik, Software und Feinmechanik." Angesichts des Elektronik-Trends im Automobilbau liege hier die Zukunft für Paragon. Konsequenterweise werde sich der Konzern ganz auf den Bereich Automotive konzentrieren, kündigte Frers an. Mit zuletzt 87,7 (Vorjahr: 57,3) Millionen Euro ist dieser Bereich schon jetzt der wesentliche Umsatzbringer.
"Wir wollen vorhandene Nischen erweitern, neue entwickeln und künftig noch stärker als bisher höherwertige Systeme entwickeln", erläutert Frers. Jüngstes Beispiel ist ein sogenannter Air Quality Improver, der die Luft in einem Fahrzeug mit negativen Ionen auflädt und dadurch filtert. "Der Effekt ist verblüffend", verspricht Frers. Paragon habe die grundlegenden Probleme dieser Technik gelöst und biete sie nun erstmals für Fahrzeuge an. Bei fast allen großen Herstellern sei das Gerät im Test. "Das wird ein Blockbuster", ist sich Frers sicher.
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