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Artega GT steht am Start
Artega GT: Die Jahreskapazität des Werks im westfälischen Delbrück, in dem der Sportwagen gebaut wird, liegt bei bis zu 500 Autos.
Delbrück. Die Idee zu einem Sportwagen hatte Klaus Dieter Frers schon lange. Im Jahr 2003 wurde er von Albrecht Graf Goertz, dem Schöpfer des legendären BMW 507, nochmals zum Bau des Autos ermutigt. Nun wird Frers' Vision auf dem Genfer Salon (Stand 5140) in Form des Artega GT als serienreifes Fahrzeug zu sehen sein. Vor einem Jahr hatte die erst kurz zuvor gegründete Artega GmbH auf der Schweizer Messe einen Prototyp gezeigt.
Mit dem GT will Frers unter anderem die Kompetenz seines Zuliefer-Unternehmens Paragon demonstrieren. Der Spezialist für Car-Media-, Anzeige- und Bediensysteme stattet den Innenraum des Sportwagens unter anderem mit einem neuen Doppelzeigerinstrument und einem im Rückspiegel integrierten Navigationssystem aus.
Die ersten Fahrzeuge sollen bereits im Sommer ausgeliefert werden. Immerhin planen die Westfalen, bis Jahresende 170 Exemplare zu verkaufen. Das knapp 75.000 Euro teure Auto wird im neuen Werk in Delbrück gebaut. Dort können bis zu 500 Fahrzeuge pro Jahr produziert werden. "Wir werden die Produktion langsam steigern. Im nächsten Jahr wollen wir 320 und 2010 dann 480 GT-Modelle absetzen", sagt Artega-Berater Karl-Heinz Kalbfell, ehemaliger BMW-Manager und Ex-Maserati-Chef. "Wir werden uns zu Beginn auf den deutschen Markt konzentrieren", erklärt er weiter. Die Autos sollen im fabrikeigenen Markenzentrum und über sechs bis sieben VW-Händler verkauft werden. Sollten sich die Verkaufserwartungen erfüllen, ist auch ein Export nach Hongkong, Singapur und ins europäische Ausland denkbar, denn dort ist das Interesse an dem Wagen groß.
Neuer Motor von VW
Nicht nur beim Vertrieb kooperiert Artega mit Volkswagen. Die Wolfsburger liefern auch das Sechsganggetriebe und den Motor. Das neu entwickelte 3,6-Liter-V6-Aggregat des Artega wird auch im neuen Passat für Vortrieb sorgen. Den nur rund 1100 Kilogramm leichten Artega GT beschleunigt der Motor in unter fünf Sekunden von null auf Tempo 100.
Den Salon in Genf will Artega nutzen, um das Serienmodell prominent zu präsentieren. "Gerade hier erwarten wir weitere interessante Vertriebskontakte", sagt Kalbfell. Auch Endkunden sollen an den Stand gelockt werden. Zunächst nämlich konzentrieren sich die Westfalen auf Messen und Direktmarketing. Erst in der zweiten Jahreshälfte soll dann auf Events, Kongressen und in technischen Hochschulen für den GT geworben werden. Läuft alles nach Plan, könnte 2010 ein weiterer Artega in Genf stehen. Denn eine Roadster-Version ist durchaus vorstellbar, so Kalbfell.
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