Zulieferer

Benteler sieht gute Chancen für weitere Akquisitionen

Der ostwestfälische Zulieferer Benteler sieht in der gegenwärtigen Branchenkrise gute Chancen für Zukäufe und externes Wachstum. Vorstandschef Hubertus Benteler sagte beim CAR-Symposium in Bochum, Benteler wolle weiter wachsen und könne sich weitere Zukäufe vorstellen. Eine strategische Stoßrichtung für Benteler sei der Leichtbau, sagte der Konzernchef.

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Hubertus Benteler: Der Konzernchef sieht Perspektiven im Leichtbau.


Bochum. Die Benteler-Gruppe will nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Hubertus Benteler weiter wachsen und schließt dabei auch erneute Zukäufe nicht aus. "Wir wissen, was uns der Umsatzzuwachs aus eigener Kraft kostet. Und in der aktuellen Zeit ist es möglich, durch externes Wachstum deutlich besser voranzukommen als durch internes Wachstum", sagte Benteler beim CAR-Symposium im Bochumer RuhrCongress.

Im vergangenen Oktober hatte der Konzern von der norwegischen Norsk Hydro-Gruppe das Geschäft mit Stoßfängern und Crash Management Systemen übernommen.

Konkrete Akquisitionsziele nannte Benteler zwar nicht, er hob aber die wachsende Bedeutung von Leichtbautechnologien für die Gruppe hervor. "Wir sehen den Leichtbau als die klare Linie für die Zukunft", sagte Benteler. "Aus dem künftigen Elektroauto müssen mindestens 150 Kilogramm raus." Einen weiteren Schwerpunkt in der Wachstumsstrategie des Konzerns sehe Benteler im Low Cost-Bereich. "Dort werden wir wesentlich vorankommen müssen, weniger in Europa, aber mehr in Asien," sagte der Konzernchef.


Gute Perspektiven für den Standort Deutschland


Der Standort Deutschland habe immer noch gute Perspektiven, betonte Benteler. "Wir haben noch erhebliches Potenzial in Deutschland, vor allem in der Oberklasse." Die Nachfrage nach Oberklassefahrzeugen steige auch in Asien beständig an.

Das Familienunternehmen Benteler besteht seit 130 Jahren und beschäftigt in 35 Ländern rund 24.300 Mitarbeiter an 150 Standorten. Es gehört mit einem Umsatz von rund 6,3 Milliarden Euro zu den hundert größten Industrieunternehmen Deutschlands. Auf die Automobilsparte fallen rund 70 Prozent des Umsatzes. In diesem Bereich entwickelt und fertigt Benteler Komponenten, Module und Systeme für die Bereiche Fahrkomfort, Sicherheit und Emissionsreduzierung.



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Donnerstag, 04. Februar 2010, 08.38 Uhr Artikel versenden Artikel drucken

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