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Top 100
Top 100 - Bosch vergrößert seinen Vorsprung
München. Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hat 2008 beim Umsatz seinen Vorsprung gegenüber dem Zweitplatzierten, dem Elektronik- und Klimatisierungsspezialisten Denso, ausbauen können. Doch von den gravierenden Folgen der Wirtschaftskrise ist auch der Branchenführer betroffen. So haben sich die Stuttgarter einen Sparkurs auf allen Ebenen verordnet. Im April hatte Bosch-Chef Franz Fehrenbach für 2009 gar vor dem ersten Konzernverlust seit dem Zweiten Weltkrieg gewarnt.
Die neue Nummer drei im Ranking, in dem die Umsätze der Zulieferer mit den Fahrzeugherstellern in der Erstausrüstung berücksichtigt werden, ist der hoch verschuldete Continental-Konzern. Sollte es zu einer Zusammenlegung des Automobilgeschäfts von Conti und der Schaeffler-Gruppe kommen, wäre ein solches Unternehmen sogar die Nummer zwei am Markt.
Drei starke Gruppen
Insgesamt sind in der Auflistung 23 deutsche Zulieferer vertreten. Die nach wie vor stärkste Gruppe bilden die US-Unternehmen (29), gefolgt von den Japanern, die 27 Zulieferer stellen.
Vor allem viele US-Zulieferer, die besonders unter der Absatzkrise der heimischen Autohersteller leiden, sind in finanzielle Schieflage geraten. So stehen die Anbieter Delphi, Visteon und Lear unter Gläubigerschutz nach Chapter 11.
Für einige deutsche Zulieferer ging es im Ranking nach oben, was häufig aber auf Zukäufe zurückzuführen ist. Den größten Sprung nach vorn machte 2008 Leoni, ein Anbieter von Kabeln, Leitungssätzen und Bordnetzsystemen. Die Nürnberger verbesserten sich um 18 Ränge auf Platz 64. Der Sprung von rund 2,1 auf 2,8 Milliarden Dollar Umsatz liegt in erster Linie am Zukauf der Bordnetzsparte des französischen Zulieferers Valeo.
Zukäufe sorgen für Auftrieb
Zwölf Plätze weiter oben als 2007, auf Position 66, landete der Zulieferer Dräxlmaier. Die Bayern liefern unter anderem Bordnetzsysteme und Interieurkomponenten für die Fahrzeugindustrie. Eine Verbesserung um acht Ränge schaffte Hella, Anbieter von Licht- und Elektroniksystemen, ebenso wie das Familienunternehmen Brose aus Coburg. Der Zuwachs der Franken von 3,4 auf 4,1 Milliarden Dollar hat vor allem mit der Übernahme mehrerer Conti-Werke zu tun, die die Hannoveraner zuvor durch den Zukauf der Automobilsparte von Siemens erworben hatten. Die Brose-Akquisition umfasste die ehemalige Siemens VDO-Sparte Electric Motor Devices sowie das Kühlerlüftergeschäft. Den größten Absturz im Ranking – von Platz 53 auf 86 – erlitt Karmann. Den Niedersachsen, die im April 2009 Insolvenz anmelden mussten, war es nicht mehr gelungen, von den Autoherstellern neue Aufträge für den Bau kompletter Fahrzeuge zu erhalten.
Im Anhang finden Sie die Tabellen der letzten Jahre als pdf.
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